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Sep 20, 2023

Zwei Ex

Zwei ehemalige Leiter einer geschlossenen Privatschule wurden am Mittwoch (1. Juni) vor Gericht wegen Dokumentenfälschung und unterlassener Rückerstattung von Schülern angeklagt.

Dem 39-jährigen Pek Siew Gek stehen 13 Anklagen nach dem Private Education Act (PEA) bevor. In den von Yahoo Singapore eingesehenen Anklageblättern wurde sie als Managerin/Direktorin der Kings International Business School identifiziert.

Der 28-jährige Tang Yudong, der auch als Manager/Direktor der Schule identifiziert wurde, wurde nach demselben Gesetz in einem Anklagepunkt angeklagt.

Pek und Tang müssen sich außerdem je einer Anklage nach dem Strafgesetzbuch stellen.

Die Kings International Business School sorgte im April 2015 für Schlagzeilen, nachdem der Council for Private Education (CPE) die Schließung der Schule angeordnet und ihre Registrierung annulliert hatte. Das CPE stellte fest, dass die Schule einigen Schülern Diplome in maritimen Studien angeboten und verliehen hatte, ohne dass sie den Unterricht besuchen oder an Prüfungen teilnehmen mussten.

Der Rat hatte die Schule angewiesen, entweder dafür zu sorgen, dass ihre Schüler ihren Kurs an einer anderen Schule fortsetzen, oder ihnen die vollen Kursgebühren zurückzuerstatten.

Den Gerichtsakten zufolge wird Pek im Rahmen der PEA mit einer Anklage konfrontiert, weil er es versäumt hat, 34 Studenten 174.138,50 US-Dollar zurückzuerstatten, obwohl das CPE ihn dazu aufgefordert hatte, dies bis zum 3. Juli 2015 zu tun.

Bei einem Schuldspruch droht dem Singapurer eine Geldstrafe von bis zu 10.000 US-Dollar oder eine maximale Gefängnisstrafe von 12 Monaten oder beides. Außerdem muss ihr für jeden Tag, an dem die Straftat nach Ablauf der Frist im vergangenen Juli andauert, eine Geldstrafe von höchstens 1.000 US-Dollar auferlegt werden.

Gegen die bebrillte Frau drohen außerdem zehn Anklagen wegen der Bereitstellung falscher Prüfungsunterlagen und zwei Anklagen wegen der Bereitstellung falscher Anwesenheitslisten beim CPE.

Pek, der von Anwalt Patrick Fernandez vertreten wird, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 5.000 US-Dollar oder einer Gefängnisstrafe von höchstens sechs Monaten oder beidem für jeden der 12 Fälschungsvorwürfe im Rahmen des PEA rechnen, wenn er für schuldig befunden wird.

Allein aufgrund des Strafgesetzbuchs könnte Pek mit einer Gefängnisstrafe von bis zu sieben Jahren und/oder einer Geldstrafe belegt werden, wenn sie der Beihilfe durch vorsätzliche Behinderung des Rechtsweges für schuldig befunden wird.

Gerichtsdokumente enthüllten, dass Pek eine gewisse Pan Yoke Ee gebeten hatte, zuzugeben, dass sie diejenige war, die dem CPE bei einer Inspektion im November 2014 falsche Dokumente vorgelegt hatte. Die Dokumente enthüllten weder Pans Verbindung zur Schule noch zu den beiden Angeklagten.

Unterdessen wurde Tang, der ebenfalls von Fernandez vertreten wird, angeklagt, weil er 34 ehemaligen Schülern der Privatschule im Rahmen des PEA nicht 174.138,50 US-Dollar zurückerstattet hatte.

Gegen den ständigen Einwohner Singapurs wird außerdem eine Anklage nach dem Strafgesetzbuch erhoben, weil er Pan im November 2014 aufgefordert hat, dem CPE gefälschte Dokumente vorzulegen.

Sowohl Pek als auch Tang sind derzeit auf Kaution frei und ihr Fall wird am 29. Juni erneut zur Sprache kommen.

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